Kampfsport für alle: Auch Lehrerinnen trainieren mit…

Die Berufliche Schule in Büdingen und Nidda bietet ihren Schülerinnen und Schülern schon seit Jahren die Möglichkeit asiatische Kampfsportarten kennenzulernen (Selbstbehauptung und Stressbewältigung in Schule und Beruf, selbstbehauptung-und-stressbewaeltigung-in-schule-und-beruf.) Jetzt konnten erstmalig auch Lehrkräfte diese Erfahrung teilen.

Im Sportunterricht, insbesondere im Kampfsport, geht es darum, Körper und Geist als Einheit zu erleben. Bereits die alten Römer wussten, dass „nur in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist“ wohnt. In Schule, Alltag und Beruf sind die dort vermittelten Werte wie Fairness, verantwortliches Handeln, Selbstdisziplin und Aggressionskontrolle im Umgang mit sich und anderen unverzichtbar…

Abgebildet sind: (hinten v.l.) Lena Eckhardt, Eva Noll, Madlen Töppel, Jutta Otterbein, Bettina Träger, Lena Huhn, Uta Wege-Hohenstein, Alexandra Tofote, (vorne v.l.) Chantal Metz, Margarita Mehl, Lisa Jungkurth, Corinna Braun, Simone Langlitz, Corina Schulze, Katja Walter.

Kampfsportarten begeistern nicht mehr nur Jungs. Die angebotenen Projekte stoßen auch bei Schülerinnen zunehmend auf großes Interesse. Diesen sind jetzt auch 15 Lehrerinnen der Beruflichen Schule in Büdingen und Nidda gefolgt und haben sich am Sonntag, den 23.09.2018, im Kickboxen versucht. Kickboxen verbindet Elemente des konventionellen Boxens mit Techniken der asiatischen Kampsportarten Karate und Taekwondo.

Während des Trainings wurden die Lehrerinnen wieder zu Schülerinnen. Bereits zu Beginn standen Disziplin, Achtung vor dem Regelwerk und Respekt vor dem Gegenüber im Fokus. So gab es gleich in der Begrüßungsrunde klare Ansagen durch den Kampfsportlehrer wie “Nimm den Kaugummi raus”, “Hände aus den Taschen”, “Gegessen wird im Anschluss, getrunken in der Pause” oder “Lehne dich nicht an die Wand”.

Im Anschluss an das Warm-up wurde in Zweierteams trainiert. Die verschiedenen Bein-, Schlag- und Kicktechniken verlangten nicht nur Koordination und Konzentration, sondern auch Ausdauer und Kraft. Hinter jedem Schlag und jedem Kick steckt ein präziser Bewegungsablauf und eine bestimmte Technik. Das Erleben der eigenen körperlichen Kraft in einer traditionell eher männlich geprägten Domäne führte bei den Teilnehmerinnen zu manch einem Aha-Effekt. Bei aller Vorsicht sich gegenseitig nicht zu verletzen, ließen sich blaue Flecken nicht ganz vermeiden und Frau kam kräftig ins Schwitzen.

Am Ende waren alle Lehrerinnen stolz, sich ganz wie ihre Schülerinnen und Schüler selbst behauptet und die Übungen bis zum Ende diszipliniert gemeinsam durchgehalten zu haben.

Auch in der diesjährigen Projektwoche “Fit und Gesund für den Beruf” der Beruflichen Schule Nidda von Montag, den 19. bis Freitag, den 23. November 2018 wird das Projekt “Kampfkünste zur Selbstbehauptung und Stressbewältigung in Schule, Studium und Beruf nutzen” wieder für Schülerinnen und Schüler angeboten und am Informationstag in Nidda, den 24. November 2018, vorgestellt (bsnidda.de).

Lena Eckhardt, Chantal Metz, Katja Walter (Lehrerinnen der BSB/BSN)

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