FOS als Einstieg in die berufliche Karriere…

Deutsche Wirtschaft sucht derzeit Ingenieure!

Einstieg in den Ingenieurberuf  wird  von der Beruflichen Schule Nidda angeboten.

„Laut VDI-Ingenieurmonitor  vom 25. März 2011 fehlen 49.800 Ingenieure und die Zahl der offenen Stellen wird in der Zukunft noch steigen. Den Grundstein für eine Ingenieurausbildung können junge Menschen u. a.  mit dem Besuch der Fachoberschule legen und sich so eine gute Perspektive für ihre Zukunft aufbauen.  An der Beruflichen Schule in Nidda sind noch Plätze in den zukunftsträchtigen Ingenieurschwerpunkten der Fachoberschule  frei“: sagt der Abteilungsleiter der Fachoberschule Martin Schossau. „Die Berufs- und Arbeitswelt befinde sich seit den letzten 60 Jahren in ständiger Veränderung. Sie müsse auf Bedingungen regieren, die von den Kräften der Wirtschaft und des Kapitals gestellt würden. Für einen jungen Menschen, der in den 60er oder 70er Jahren einen Ausbildungsplatz suchte, war es fast kein Problem seinen Wunschberuf  wohnortnah zu erlernen. „Eine anschließende Übernahme war garantiert, Lehrstellenmangel und lebenslanges Lernen waren Fremdworte.„

Doch heute sieht es anders aus. Junge Menschen wachsen in eine Gesellschaft hinein, in der Begriffe wie  Arbeitslosigkeit  und Globalisierung als Bedrohung über ihnen schwebten. Diese Situation belaste und überfordere viele und sei eine schlechte Voraussetzung für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben. „Die Jungen wissen es noch nicht, aber der Mensch definiert sich zu einen großen Teil über den Beruf, über die Arbeit, die nicht nur die finanzielle Grundlage der Existenz ist, sondern auch innere Zufriedenheit schafft und das Leben sinnvoll ausfüllt. Auf welchen Trip begibt sich eine Gesellschaft, die vielen Jugendlichen und Heranwachsenden diese Erfahrungen schuldigt bleibt?“

Ein Weg diesem Dilemma zu entgehen, ist es zuerst einmal einen möglichst hohen Schulabschluss zu erreichen. Natürlich bedeutet dies nicht zwangsläufig den Weg ins Glück, aber die Arbeitslosenquote sinkt mit der Höhe des Schulabschlusses. Wie der Abteilungsleiter betonte, sei ein weiterer Vorteil für eine sicherere berufliche Existenz die Wahl des Wirtschaftsbereiches. Von den großen Wirtschaftsbereichen Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen bieten sich heute die besten Perspektiven im Dienstleistungsbereich. Dieser spiele gerade im Hinblick darauf, dass die Bundesrepublik zum wiederholten Mal Exportweltmeister geworden sei, eine große Rolle.

„Dabei handelt es sich nicht nur wie bis in die 80 er Jahre, um den Export von Gütern des täglichen Gebrauchs, sondern was Deutschland zum großen Teil exportiert sind Hochtechnologieprodukte und Ingenieurdienstleistungen.“  Dies seien zum Beispiel Druckmaschinen, verfahrenstechnische Anlagen, Verkehrssysteme wie U-Bahnen und ganze Flughäfen.

„Um auf dem Weltmarkt auch weiterhin  eine bedeutende Rolle zu spielen, benötigt die deutsche Wirtschaft hoch qualifizierte und hoch motivierte Fachleute, insbesondere Ingenieure aus den Fachrichtungen Maschinenbau, Elektrotechnik, Bautechnik und Informationstechnik.  Für einen Ingenieurberuf spricht zusätzlich, dass die deutsche Wirtschaft zur Zeit sehr viele offene Stellen für Ingenieure anbietet und in den nächsten Jahren mehr Ingenieure in Rente gehen als von den Fachhochschulen und Universitäten ausgebildet werden„ so, Schossau weiter.

„Ein Einstieg in eine langfristige berufliche Perspektive  in unserer Region bietet die Fachoberschule an der Beruflichen Schule des Wetteraukreises in Nidda. Hier können junge Menschen mit einem mittleren Abschluss in zwei Jahren die Fachhochschulreife in den Schwerpunkten Maschinenbau, Elektrotechnik, Bautechnik oder Informationstechnik erwerben und sich dadurch die Zukunft in eine aussichtsreiche berufliche Laufbahn eröffnen.“

Bewerber mit mittlerem Abschluss und abgeschlossener Berufsausbildung erreichen die Fachhochschulreife sogar nach einem Jahr.

Doch von nichts kommt nichts. Wer sich für diesen Weg entscheidet, muss auch über  fundierte Kenntnisse in Mathematik, Deutsch und Englisch verfügen und in der Lage sein selbstständig zu arbeiten. Noch ist es möglich, sich an der Fachoberschule in Nidda anzumelden. Anmeldeformulare können im  Sekretariat   Tel. 06043/96390 angefordert, oder unter “Formulare” heruntergeladen werden.

Martin Schossau 2. April 2011

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